Donnerstag, 9. März 2017
Blütchen auf Kasse - Keiner weiss Bescheid
frogsblog, 02:16h
Ausser Frau Mortler glaubt wohl niemand mehr daran, dass die Kostenübernahme für medizinisches Marihuana in den nächsten Wochen umgesetzt wird.
Ende März ist ja bald.
Ich bin Marihuana-Patient und bekomme keine Informationen über die neue Regelung.
Mein Arzt durfte sich eine äusserst vage Mitteilung der KV suchen.
Meine Apothekerin durfte sich eine äusserst vage Mitteilung in ihrem Fachblatt suchen.
Spezifische Informationen haben bislang weder Arzt, noch Apothekerin oder meine Wenigkeit erhalten. Obwohl wir alle drei bei der Bundesopiumstelle als "Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr" mit Marihuana registriert sind.
Bei meiner Krankenkasse rief ich vergeblich an.
Auf deren Website gibt es keine Suchfunktion. Unter "Aktuelles" werden "Apps für gesundes Hören" und die Sozialwahlen erwähnt. Brandaktuelle Themen.
Wer den Apothekenpreis der Cannabisblüten kennt (€ 21,20 / Gramm) kann sicher mein Interesse verstehen.
Für mich sieht es so aus, als wenn die Politik, nachdem sie jahrzehntelang wider besseres Wissen jeden Eigenverbraucher kriminalisiert hat, nun der Ansicht ist, sie habe ein zentrales Problem gelöst.
Ich bin der Ansicht, die Politik hat das Problem verkannt. Sicher ist für uns Patienten schön, wenn wir unsere Blütchen irgendwann mal "auf Kasse" bekommen.
Aber so, wie es geregelt wurde, wird sich an den Verschreibungsgewohnheiten der Ärzte so bald nicht viel ändern. Nach wie vor muss jeder Mensch, der Cannabis als Medizin konsumieren möchte, anstatt Opiate oder andere Chemie zu nutzen, einen zähen Kampf führen, um dies zu realisieren.
Patienten besitzen nach wie vor kein Recht auf die Wahl einer Cannabistherapie.
Wenn Dein Arzt Dir lieber Opiate verschreibt oder NSAR, dann kannst Du Dich auf den Kopf stellen - oder (mit geringen Chancen) den Arzt wechseln. Punkt
Dann gibt es da auch noch Millionen von Freizeitkonsumenten, die weiterhin kriminalisiert werden, da Ihnen unser freundlicher Staat das Cannabis immer noch missgönnt.
Während unsere Volksvertreter mehr oder weniger hemmungslos den Alkoholkonsum propagieren.
Mit Fakten kann man ja hierzulande niemanden überzeugen. Mit Cash schon eher.
Mit anderen Worten:
Kauf Dir ein paar Abgeordnete, und Deine Wunschgesetze werden wahr.
Ich schmeiss bei jeder Tüte einen Euro in die Büchse.
Damit meine Enkel sich dann ein vernünftiges Cannabisgesetz kaufen können.
Und Ihr?
Ende März ist ja bald.
Ich bin Marihuana-Patient und bekomme keine Informationen über die neue Regelung.
Mein Arzt durfte sich eine äusserst vage Mitteilung der KV suchen.
Meine Apothekerin durfte sich eine äusserst vage Mitteilung in ihrem Fachblatt suchen.
Spezifische Informationen haben bislang weder Arzt, noch Apothekerin oder meine Wenigkeit erhalten. Obwohl wir alle drei bei der Bundesopiumstelle als "Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr" mit Marihuana registriert sind.
Bei meiner Krankenkasse rief ich vergeblich an.
Auf deren Website gibt es keine Suchfunktion. Unter "Aktuelles" werden "Apps für gesundes Hören" und die Sozialwahlen erwähnt. Brandaktuelle Themen.
Wer den Apothekenpreis der Cannabisblüten kennt (€ 21,20 / Gramm) kann sicher mein Interesse verstehen.
Für mich sieht es so aus, als wenn die Politik, nachdem sie jahrzehntelang wider besseres Wissen jeden Eigenverbraucher kriminalisiert hat, nun der Ansicht ist, sie habe ein zentrales Problem gelöst.
Ich bin der Ansicht, die Politik hat das Problem verkannt. Sicher ist für uns Patienten schön, wenn wir unsere Blütchen irgendwann mal "auf Kasse" bekommen.
Aber so, wie es geregelt wurde, wird sich an den Verschreibungsgewohnheiten der Ärzte so bald nicht viel ändern. Nach wie vor muss jeder Mensch, der Cannabis als Medizin konsumieren möchte, anstatt Opiate oder andere Chemie zu nutzen, einen zähen Kampf führen, um dies zu realisieren.
Patienten besitzen nach wie vor kein Recht auf die Wahl einer Cannabistherapie.
Wenn Dein Arzt Dir lieber Opiate verschreibt oder NSAR, dann kannst Du Dich auf den Kopf stellen - oder (mit geringen Chancen) den Arzt wechseln. Punkt
Dann gibt es da auch noch Millionen von Freizeitkonsumenten, die weiterhin kriminalisiert werden, da Ihnen unser freundlicher Staat das Cannabis immer noch missgönnt.
Während unsere Volksvertreter mehr oder weniger hemmungslos den Alkoholkonsum propagieren.
Mit Fakten kann man ja hierzulande niemanden überzeugen. Mit Cash schon eher.
Mit anderen Worten:
Kauf Dir ein paar Abgeordnete, und Deine Wunschgesetze werden wahr.
Ich schmeiss bei jeder Tüte einen Euro in die Büchse.
Damit meine Enkel sich dann ein vernünftiges Cannabisgesetz kaufen können.
Und Ihr?
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